Eine gute Lauftechnik verbessert die Laufleistung und erhöht den Spaß am Laufen

 

 Laufen ist eine Mischung aus Sport und Tanz mit Rhythmus, Körpergefühl und Leidenschaft, die uns nicht nur fit macht, sondern auch glücklich. Die Lauftechnik optimiert und erleichtert die Bewegung in so einer Weise, daß wir mit mehr Ausdauer und Kraft und weniger Energieverlust laufen können. Das nennt man ökonomisches Laufen. 

Darüber hinaus verringert eine gute Lauftechnik die Überlastung der Gelenke, Sehnen und Knochen, was wiederum die möglichen Verletzungen beim Laufen vermindert. So können wir unsere Laufleistung effizienter steigern. 
  

Lauftechnik in Einzelheiten:

  • Den Körper gerade bis leicht nach vorne geneigt halten. Diese Haltung wirkt beim Laufen entlastend auf das Stützapparat und die Gelenke.
  • Den Kopf gerade halten und geradeaus blicken.
  • Die Schulter locker lassen, die Arme um ca. 90 Grad anwinkeln. Diese sollen an der Körperseite möglichst genauso weit nach vorne wie nach hinten in einer Pendelbewegung schwingen.
    Beim Schwingen der Arme die lockere Drehung der Hüfte bzw. des Oberkörpers um die Körperachse zulassen, um die Dynamik der Schwingung zu unterstützen und die Bewegungsdynamik des gesamten Körpers zu steigern.
  • Die Hände leicht schließen und die Daumen auf die Zeigefinger legen (Foto)
  • Während des Laufens ruhig und gleichmäßig in den Bauch ein- und ausatmen.
  • Hohlkreuz und krummen Rücken sowie Verkrampfungen in der Brust und im Bauchbereich vermeiden.
  • Die Hüfte lockern, damit die Bewegung der Beine optimal ausgeführt werden kann.
  • Die Schritte sind beim Abstoßen vom Boden eher nach hinten gerichtet d.h. wir drücken den Boden unter den Füßen nach hinten weg und die Füße setzen unter der Hüfte bzw. unter dem Körperschwerpunkt auf den Boden auf. Das Abstoßen gegen den Boden sollte schnell und ruckartig sein. Ein Fußaufsatz weiter vor dem Körperschwerpunkt bremst eher die Vorwärtsbewegung und sollte deshalb vermieden werden.
  •  Die Beine nicht übertrieben anheben, ansonsten wird die Oberschenkelmuskulatur überlastet und unnötige Energie verschwendet. 
  • Das Auftreten sollte möglichst vorder-füßig sein. Das heißt die Ferse berührt nur leicht den Boden und der Druck verteilt sich auf den Rest der Fußfläche. Leider wird häufig das vorder-füßige Laufen missverstanden, indem manche Läufer übertrieben auf dem Vorderfuß oder gar auf den Ballen laufen, was zur extremen Belastung der Füße und Beine führen kann. Der korrekte Vorder-Fuß-Lauf soll sich federnd und leicht anfühlen. Das vermindert den Aufprall und schont die Gelenke und Knochen vor Verletzungen. 
  • Die Füße möglichst nah bei einander und gerade auf den Boden setzen. Damit wird die Belastung der Beine verringert und das Gleichgewicht beim Laufen verbessert. Darüber hinaus wird der der Druck beim Abstoßen und Aufsetzen gleichmäßig auf die Sohle verteilt.
  • Wenn beim Laufen ein leichter Winkel zwischen dem Oberschenkel und dem Unterschenkel des Stütz-Beines (Stütz-Phase) entsteht und optimal vorder-füßig gelaufen wird, dann wird das natürliche Dämpfungssystem eingesetzt. Das hintere in der Luft hängende Bein ist meistens in der Flugphase durchgestreckt. Beim Aufsetzen ist das Bein nicht durchgedrückt.
  • Der gesamte Körper beteiligt sich in der Vorwärtsbewegung als eine Einheit und die Energie strahlt aus der Körpermitte (Energiezentrum des Körpers) in den Körper.
  • Die Pendelbewegung der Beine und Arme mit optimaler Körperhaltung, Körperspannung und Druck gegen den Boden sind ständige Impulsgeber zur Beschleunigung des Körpers nach vorne.
  • Je kraftvoller und schneller diese Lauftechnik ausgeübt wird, desto schneller kann man laufen.
  •  Die Fitness, Präzision, Koordination der Bewegung, Rhythmus, Kraft, Trainingsmethode und letztendlich die läuferische Begabung eines Läufers sind wichtige Faktoren, die die Schnelligkeit und Ausdauer zusätzlich noch beeinflussen können.
  • Versuchen Sie möglichst locker zu laufen, insbesondere bei steigender Belastung. 

Viel Spaß beim Laufen, Hadi, 1.12.2014

 

Copyright 2014 by Hadi Z.